Welchen Atemschutz beim Polieren?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Welchen Atemschutz beim Polieren?

      Hallo Zusammen,

      welchen Atemschutz benutzt Ihr beim Polieren?
      Leider bin ich beim Durchstöbern auf keine genauen Angaben gestossen.


      Meine Konfiguration:
      Rupes LHR 15 ES
      Menzerna 2200 bzw. 4000
      Pads von Weich - Sehr hart.


      Leider konnte ich bei Menzerna auch keine Angaben finden, welcher Schutz benötigt wird.


      Hier die Klassen:

      Klasse Gesamtleckage Schutzwirkung vor Partikelgrößen (max. 0,6 μm) und Einsatzbereich
      FFP-1 höchstens 25 %, Mittelwerte nicht größer als 22 % für nicht-toxische und nicht-fibrogene Stäube; maximale Konzentration bis zum 4-fachen der Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration
      FFP-2 höchstens 11 %, Mittelwerte nicht größer als 8 % Schutzwirkung mindestens 95 %; für gesundheitsschädliche Stäube, Nebel und Rauche; Filter für feste und flüssige Partikel; gegen schädliche Stoffe, deren Konzentration bis zum 10-fachen der Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration reicht.
      FFP-3 höchstens 5 %, Mittelwerte nicht größer als 2 % mindestens 99 %; Schutz vor giftigen Stoffen sowie vor Tröpfchenaerosolen, krebserzeugenden Stoffen, radioaktiven Stoffen, Enzymen, Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilzen und deren Sporen); gegen schädliche Stoffe, deren Konzentration bis zum 30-fachen der Maximalen Arbeitsplatz-Konzentration reicht.


      Ich hätte jetzt mal FFP-2 getippt und habe mir davon 2 Masken gekauft..
      Gruß,

      Martin


      Fahrzeuge: Audi A5, Audi A3 8V
      Poliermaschine: Rupes LHR 15 ES
    • Atemschutz beim Polieren? ?(
      Also Ohrstöpsel, Nitril-Handschuhe oder ne Atem-Maske beim Auftragen von Coatings schön und gut, aber beim Polieren nehme ich so etwas nicht, da sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen. Mag sein dass ich das zu locker sehe, aber wenn ich mich für dieses Hobby demnächst noch im Ganzkörper-Latexüberzieher wiederfinde lasse ich es lieber sein... ^^
    • Das Problem ist, dass die Politur (mehr oder weniger, je nach Politur) staubt und auch beim Abtragen des Klarlacks beim Polieren Staube entstehen, die sich in den Atemwegen absetzen.

      Ich zum Beispiel bin Belastungs-Asthmatiker und kann mir gut vorstellen, dass mich dieser Staub negativ beeinflussen kann..

      Ganz oft lese ich auch von Leuten, die auf Atemschutz hinweisen beim Polieren...
      Gruß,

      Martin


      Fahrzeuge: Audi A5, Audi A3 8V
      Poliermaschine: Rupes LHR 15 ES
    • ok... beim abtragen vom Klarlack (trockenschliff) staubt es... da reicht aber eine einfache staubmaske denke ich
      wie diese zb carparts-koeln.de/shop/atemschutz.4801/576971
      benutzen lackierer auch beim exzenterschelifen von vielen versch dingen. Grundierung u füller zb. und das staubt ordentlich...mehr als beim polieren...
      schön romantisch bei mondschein in den straßenlichtern den lack begutachten

      Sonntags-Gebet
      detail artist - the grand leveling
    • Also ich benutze beim Polieren Montagehandschuhe mit Nitrilbeschichtung

      wemaonline.de/MaxiFlex-Ultimate-34-874.html
      wemaonline.de/MaxiFlex-Endurance-34-844.html

      hab beide und sind super bequem und super Luftdurchlässig keine Schwitzigen hände in den handschuhe und besten Gripp, zudem auch zum Schrauben 1A geeigente oder möbelschleppen oder oder oder :thumbsup:

      dazu auch eine Schutzbrille, ja klingt übertrieben aber nachdem mir fast mal eine ordenlich Ladung Koch chemie Fast Cut + im Auge gelandet wäre hab ich das mit der Schutzbrille damals dann doch überdacht...


      Und Selbstverständlich einen Atemschutz, da manche Polituren echt überls Stauben und dazu oft auch nicht gerade angenehm riechen ( wie z.b. die oben genannte Fast Cut) und wenn man dann auch noch in einer kleine Garage steht mit kaum belüftung.....
      Deswegen nutzte ich auch die mit FFP3 bzw FFP3D, dabei sind die ohne D für eine Arbeitsschicht gedacht und die mit D sind länger zu nutzten, aber fragt mich nicht wie lange genau ich wechsel die einfach auf verdacht :D
    • Als erstes würde ich mir mal das Sicherheitsdatenblatt vom Hersteller besorgen und sehen was da drin steht.
      Dann weiter sehen.
      Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass bei normaler Politur irgendwo ne Atemmaske als PSA "vorgeschrieben" wird.
      Gerade die beruflichen Verwender müssten diesen Punkt dann zumindest kennen, da Ihr Arbeitgeber dazu angehalten ist ihre Gesundheit zu schützen und somit auch die PSA zu stellen...
    • Finds gut die Diskussion mal zu führen. Auch wenn die meisten hier wohl "alle Hühneraugen zudrücken" bei der Anwendung diverser Mittel weil die Gefährlichkeit unterschätzt wird (bzw. eben auch das Risiko sehr gering ist), so ist das Gefahrenpotential vorhanden. Man muss da sicher die Kirche im Dorf lassen und mal 5 Grade sein lassen - aber wie heißt es doch so schön: "Bis einer weint" - so lange ist alles easy.

      Handschuhe gehören ja meistens schon zum Standard, das ist auch gut so und sinnvoll wenn man mit entsprechenden Produkten hantiert. Es fault einem ja nicht gleich die Hand ab, aber Fakt ist, daß harmlos erscheinende Produkte (als Beispiel sei der Meguiars All Wheel Cleaner genannt) eben doch nicht so harmlos sind. Das genannte Produkt beispielsweise ist säurehaltig und macht je nach Hauttyp ganz schön Zirkus mit selbiger! Da bleibt die Hand dran, man blutet nicht und auch sonst bleiben wohl keine Schäden - aber alleine um eine temporäre Hautreizung oder schmerzhaftem Brennen vorzubeugen, sind doch ein paar Handschuhe keine große Sache.

      Da zuletzt geschrieben wurde, mann könne sich nicht vorstellen, daß man bei normaler Politur eine Atemmaske brauche, der sollte mal wirklich einen Blick in die Datenblätter werfen. Leider wird das selten konkretisiert, aber nur als erneutes Beispiel offenbart ein Blick in das Meguiars M105 Datenblatt:

      Toxokologische Wirkungen: Einatmen, Reizung der Atemwege: Anzeichen/Symptome können Husten, Niesen, Nasenlaufen, Kopfschmerzen, Heiserkeit und Halsschmerzen

      Individuelle Schutzmaßnahmen, zum Beispiel persönliche Schutzausrüstung: Atemschutz Abhängig von der Konzentration der Gefahrstoffe in der Luft, sollte einer der folgenden Atemschutzgeräte verwendet
      werden: Halb- oder Vollmaske mit luftreinigendem Filter gegen organische Dämpfe und einem Partikelfilter.

      Und das war jetzt das erste Datenblatt was ich angeschaut habe.

      Man kann natürlich durchaus gegenargumentieren, man hat es hier mit Amis zu tun die auch erklären, daß die Katze nix in der Mikrowelle verloren hat, aber das wäre wohl etwas einfach. Nur um mal ein Gegenbeispiel zu nennen: Bez. des Atemschutzes steht im Datenblatt des All Purpose Cleaners: "Bei guter Raumbelüftung sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich".

      Problem ist unterm Strich gerade beim Atemschutz die Unwissenheit. Wenn ich Werbevideos von den Coating Herstellern sehe, bei welchen gänzlich ohne Schutz gearbeitet wird oder teilweise mit einem Krankenhaus Mundschutz der dummerweise für die umgekehrte Richtung gemacht wurde gearbeitet wird, dann braucht man sich auch nicht mehr wundern. Im Datenblatt vom Gtechniq Exo steht gefühlt 10x drin "Do not breathe / inhale..." aber unter Schutzmaßnahmen wird "passende Schutzausrüstung" empfohlen - in den Herstellervideos kann man froh sein, wenn mal mit Handschuhen gearbeitet wird.

      Von daher sollte jeder nach seinem Ermessen darüber nachdenken. WENN man Schutzmaßnahmen ergreift, dann richtig und nicht mit irgendwelchen OP Mundschutz Teilen die den Patient vor den Keimen des Arztes schützen sollen. 5 Grade sein lassen ist kein Fehler, auf Teufel komm raus auf Schutzausrüstung zu verweisen halte ich für Blödsinn aber sensibilisieren, eben weil viele bei gewissen Produktgruppen gar nicht an eine Gefährdung denken, ist schon irgendwie wichtig.
    • Eine Atemschutzmaske halte ich auch für etwas hinderlich. Man muss auch mit umgehen können sonst ist das auch nix. Penibles säubern innendrin nach der Benutzung, ausserhalb von Lösemittelbereichen bzw. Gasbereichen aufbewahren. Ich packe meine immer in zwei Tüten ein, beide mit mehreren kleinen Luftlöchern drin. So verhindere ich das die in den Tüten schwitzt und zum anderen das ständig neue Luft drankommt. Denn dann arbeitet die Aktivkohle im Filter und ist natürlich auch schnell vebraucht. Reinigen tu ich die Maske entweder mit einem Schaumreiniger wie man ihn für den Innenraum vom Auto nehmen kann oder auch mal mit schnödem Aldi-Glasreiniger wenn grad nix anderes da ist.

      Was du ausprobieren musst ist ein Vorfilter, das ist so ein Vlies das man mittels einer Plastikkappe auf den Gasfilter draufklemmt. Der Vorfilter hält Partikel vom Gasfilter fern damit der nicht gleich unbrauchbar wird weil er verstopft durch Staub usw. Meine mach ich auch ab und zu sauber, da hängt aussen halt schnell eine Schicht aus Staub drauf die zusammenpappt. Einfach mit dem Fingernagel etwas drübergehen und dann ausschütteln. So lassen die sich im Prinzip genausolange nutzen wie die Gasfilter selbst. Vom durchatmen her machen die Vorfilter so gut wie keinen Unterschied, merkt man nicht wirklich ob man mit oder ohne arbeitet. Finde ich jedenfalls und meine Nase ist eigentlich permanent zu was das atmen ja nicht erleichtert.

      Der Unterschied zwischen einer einfachen Staubmaske und einer Atemschutzmaske ist am Anfang wenn beide neu sind so nahe Null. Aber nach einiger Benutzung ist eine Atemschutzmaske echt derbe im Nachteil. Man muss wirklich regelmässig die Vorfilter säubern. Ohne Vorfilter ist es absolut nicht zu empfehlen meiner Meinung nach. Die Gasfilter sind zu teuer um die immer in die Tonne zu werfen weil die total verstopft sind.

      Bei Staubmasken muss man echt lange ausprobieren bis man die richtige für sich gefunden hat. Ich brauch immer welche die oben einen ganz schmalen Schaumstoffstreifen haben, nicht einen breiten Schaumstoffrand. sonst passen die nicht und es zieht immer nebenher. Und man muss die andauernd oben am Nasenbügel nachbiegen damit sie dicht bleiben weil man die beim aufziehen und abnehmen immer verbiegt.

      Ich benutz eine M3 6000 mit normalen A2 Filtern und passenden Vorfiltern. Gabs als Set für 60 Euro, aber ich hab die schon ein paarmal für 40 gesehen. Gasfilter kosten im Zweierpack immer so um die 20 Euro. Davon brauche ich zwei Sets pro Jahr. Aber wenn man nicht lackiert hält ein Zweierpack sicherlich auch ein ganzes Jahr.
    • Was mir noch so zu den VOC-konformen Produkten heutzutage einfällt ist auch das solche die auf Wasserbasis sind genauso gefährdend sind wie solche die auf Lösemitteln basieren. Wasserbasis bedeutet nicht das es keine Lösungsmittel enthält, sondern das es andere enthält. Organische zum Beispiel. Das Problem ist die Wasserbasis, der Körper dnekt Wasser ist toll und kann da nicht so gut unterscheiden ob das nun Fremdstoffe sind oder nicht. Bei Lösemittel isses einfacher, das gehört nicht in den Körper und zahlt keine Miete, also raus.

      Hab ich erst nie so drüber nachgedacht, aber als ich das erste Mal an einem Wasserbasislack gerochen hab dachte ich das ich umkippe, das war so grausamst. Nicht nur extrem ranzig und faulig sondern auch wahnsinnig brennend Säureartig. Und dann sagte mir der Lackierer das son Zeug eigentlich schlimmer ist als das aktuelle Lösemittelzeug. Zwei andere Lackierer sagten mir das auch mal so zwischendurch.

      Man sollte sich also nicht einfach sorglos in Sicherheit wiegen weil man grad eine Pulle mit irgendwas auf Wasserbasis in der Hand hat.
    • Ein wirklich interessantes Thema. zum Thema Arbeitsschutz versuche ich auch immer alles Notwendige, aber oft wird dann peu-a-peu alles abgelegt, weil ich beim Ablegen nicht mehr daran denken, wieder alles anzulegen.

      Da die meißeen Polituren nicht gerade übel stauben, habe ich darüber noch nicht so nachgedacht. Außer bei groben polituren habe ich selten Staub festellen können, aber als Astmathiker ist man da viel stärker sensibilisiert. Da der Staub aber nicht sehr fein ist, würde ich einfachen Staubschutz als ausreichend betrachten. Die Ausdünstungen von Wachsen, Versiegelungen und IPA halte ich da für wesentlich gefährlicher, wenn der Raum nicht gut belüftet ist. ;)
      Meine Pflegehistorie

      [Blockierte Grafik: https://images.spritmonitor.de/766140.png]

      M54, serienmäßig mit niedrigem NOx- und Partikelausstoss :P 8)
    • Ja denke auch das du da schon ganz richtig liegst mit der Vermutung. Es soll ja Wachse und Versiegelungen geben die auch ordentlich Lösungsmittel enthalten, das muss man eigentlich nicht immer alles wegatmen. Allerdings macht man das in der Regel ja draussen unterm Carport oder in de Garage bei offenem Tor. In einer geschlossenen Garage stell ich mir einige Wachse auch übel vor, was vielleicht die ersten Minuten noch lecker riecht kann nach zwei Stunden dann doch schonmal nervtötend werden glaub ich.
    • Welche Schutzklasse ist eigentlich die Richtige für den Umgang mit Coatings in schlecht belüfteten Räumen?

      Da ich demnächst ein paar Asbestplatten abzumontieren habe, wollte ich mir die Dräger X-plore anschaffen und anschließend mit anderen Filtern für die Fahrzeugpflege weiterverwenden. Reicht A2 für organische Gase, oder braucht es auch B2 für anorganische Gase/Dämpfe?

      Die P-Klassen beziehen sich m.E. ja nur auf Staub.
    • Die Maske sollte man nach Gebrauch auch nicht offen rumliegen lassen, sondern einigermaßen luftdicht verpacken, da sonst die Gasfilter relativ schnell "verschleißen". Bei den 3M Masken ist ja meistens so eine praktische Kunststoffbox, bzw. bei den Einwegmasken der 4000er Serie ein verschließbarer Kunststoffbeutel dabei.

      Ansonsten kann ich auch die von @KingDingeling erwähnte 3M Maske empfehlen, die sollte für die meisten Anwendungen reichen. Es gibt auch noch die 3M Safety Box, da ist dann noch zusätzlich eine Schutzbrille und Gehörschutz mit dabei, quasi ein "Starterpacket".
      Oder eben die 3M 4000er Serie (mehr oder weniger "Einwegmasken") ohne wechselbare Filter in der benötigten Filterklasse. Die kann man je nach Gebrauch 1-2 Wochen nutzen. Da hat man halt quasi immer eine komplett "frische" Maske, was manchmal ganz angenehm ist.
      Lacker.