R222 Concours Carnauba Wax

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    • soe schrieb:

      Hallo,

      Worin besteht bei diesen beiden Wachsen der Unterschied?
      R222 Concours Carnauba Wax

      R222 100% Carnauba Paste Wax Wachs


      Bisher habe ich immer das erstgenannte verwendet, für den Winter möchte ich eines mit langer Standzeit.
      Danke für eure Infos.


      Wenn man bei beiden Links etwas scrollt sieht man dieses:


      R222 Concours Carnauba Wax 200ml

      Das R222 Concours Carnauba Wachs ist frei von Duft- und Farbstoffen und erzielt seinen unglaublichen Tiefenglanz durch eine Mischung aus reinem brasilianischen Carnauba- und Bienenwachs. Es besitzt eine helle gelbliche Farbe und hinterlässt keine fleckigen Stellen oder Verfärbungen auf angrenzenden Kunststoffteilen, Gummidichtungen etc.

      Die Standzeit ist für ein natürliches Wachs sehr gut. Je nach Beanspruchung bzw. Wäschen hält die Wachsschicht ca. 3-5 Monate. Von uns eine klare Kaufempfehlung zu diesem Preis!



      Carnauba Paste Wax Wachs

      Gegenüber dem R222 Concours Carnaubawachs unterscheidet es sich zum größten Teil an dem noch etwas verbesserten Glanzgrad und Tiefenglanz. Die weiche und geschmeidige Verarbeitung ist trotz des hohen Wachsanteils gleich geblieben. Es hinterlässt keine fleckigen Stellen oder Verfärbungen auf angrenzenden Kunststoffteilen, Gummidichtungen etc im Fahrzeugaußenbereich. Die Standzeit ist für ein natürliches Wachs sehr gut. Je nach Beanspruchung bzw. Wäschen hält das Wachs ca. 3-5 Monate.


      Der Beschreibung des Herstellers nach würde ich sagen, es besteht kein Unterschied. Verarbeitung ähnlich Standzeit gleich. Nur NOCH tieferer Glanz. Also wahrscheinlich nichts als Marketing ??? Wenn es dir um die Standzeit für den WInter geht, ist dir damit wohl nicht geholfen MAl davon abgesehen, dass ich es persönlich für fast unmöglich halte verschiedene Arten von Glanz zu erkennen ( was WENN sowieso nur unter immer gleichen Laborbedingungen eventuell zu beurteilen wäre ), spricht es für sich, wenn der Hersteller es noch nicht einmal schafft, für 2 Produkte eine verschiedene Produktbeschreibung zu formulieren. Es ist schon etwas verdächtig ( und lieblos ), einfach eine bestehende zu nehmen, einen Satz dazuzuklatschen ( Tiefenglanz blaba ) und somit die Vorzüge eines 2. Produktes anzupreisen

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    • Hallo Leute,


      nach allem was ich mitbekommen habe, ist das R222 unter erfahrenen Pflegern zwar ein alter Hut, jedoch kann es nicht schaden, den recht leeren R222-Thread hier mal mit einem Erfahrungsbericht zu füllen (aus Mangel an Bildern nicht im „Pflegeergebnisse“-Bereich). Evtl. hilft das anderen Autopflege-Einsteigern bei der Suche nach einem einigermaßen günstigen, einfach zu verarbeitenden Wachs-Klassiker.


      Ausgangspunkt war für mich die Suche nach einem klassischen carnaubahaltigen, nassglänzenden „Sommerwachs“, was mich zum R222 Concours Carnauba inkl. dem serieneigenen Lackreiniger geführt hat. Erstes Testobjekt war der Opel Astra G eines Kumpels (Farbbezeichnung unbekannt, jedenfalls eine Art blau-lila). Der Lack war in keinem guten Zustand; stumpf und ausgeblichen, Defekte und Waschkratzer en masse; mein Kumpel ist in den 1,5 Jahren, die er das Gefährt nun hat, 3x in der Waschanlage gewesen, das wars. Kratzerentfernung stand jetzt nicht auf der Agenda; eine akkurate Maschinenpolitur ist (noch) außerhalb meines Know-Hows und technischen Möglichkeiten.


      Was wurde nun gemacht? Erstmal mit 2-Eimer-Wäsche und leicht überdosiertem CG Clean Slate den Dreck runter, anschließend mit der blauen Petzoldts geknetet. Nochmal abgedampft und abgetrocknet. Selbstredend hat die Knete ordentlich braunen Schmodder runtergeholt. Die ganzen kleinen Knötchen und Knubbel im Lack waren aber nun weg und es gab kein Schleifgeräusch mehr, wenn man mit dem Handrücken über die Motorhaube fuhr :D


      Nun gings zum R222, angefangen mit dem Paintwork Cleanser, laut Produktbeschreibung bei AP24 ein Lack-Vorreiniger, der perfekt auf die R222-Wachse abgestimmt ist, für Glätte sorgt und zur Entfernung feiner Kratzer und Kreise geeignet ist. Verarbeitet wurde dieser mit den weißen Lake Country-Pads für die Handpolierhilfe. Pro Teilfläche eine 5-Cent-Stück-große Menge aufs Pad gegeben, in kreisenden Bewegungen ohne Druck verteilt und mit Druck und einigen Kreuzbahnen eingearbeitet. Nach zwei, drei Malen trocknete die milchige Flüssigkeit an und wechselte merklich von trüb nach klar; direkt im Anschluss Abnahme mit kurzflorigen MFT. Laut Anleitung sollte das Pad leicht angefeuchtet werden, dies habe ich vor der ersten Anwendung auch getan; bei der weiteren Verarbeitung aber nicht mehr, da sich die Produktreste sehr schwierig abnehmen ließen, wenn das Pad zu nass war. Bei „rest-nebelfeuchtem“ Pad ging alles problemlos. Ergebnis: Ein im Vergleich zum Kneten erheblich deutlicherer Glanz- und Glätte-Boost! Keine Stumpfheit mehr, sondern aufgefrischte Farbe mit einem schönen, leichten Schimmern und der Handrücken floss jetzt nur so über den Lack!


      Als nächstes die Pads von weiß nach rot gewechselt und auf den Wachsauftrag gefreut! Nach dem Öffnen der Dose stieg ein milder Geruch von Wachsmalstiften auf, was sicherlich auf den Bienenwachs-Anteil im Concours zurückzuführen ist. Nichts Großes für die Sinne, aber auch keine Lösungsmittelbombe, die einen zurückschrecken lässt. Kurzherum „nicht ungesund“. Die 200 ml in der Dose kommen auf den ersten Blick sehr trocken und hart daher; einige „Bröckli“ auf der Oberfläche habe ich mit dem behandschuhten Finger erstmal in den Mülleimer geschnipst, damit sie nicht im Pad festhängen. Die Aufnahme mit dem Pad war dann aber easy; unter leichtem Druck verhält sich das Concours recht cremig.


      Tja und was soll man sagen… von meinen bisherigen Paste-Wachsen/Versiegelungen (Sonax Xtreme, Meguiars Gold Class, Collinite 476, Dodo Juice SNH) war keines so einfach auf- und abzutragen! Ich habe zugegebenermaßen vorher noch nie einen Lackreiniger verwendet, immer nur Isopropanol-Wipes, also mag das jetzt wohl ein großer Faktor für die spielende Verarbeitung gewesen sein. Auftrag in kleinen Kreisen und gleichmäßige Verteilung in Bahnen ging wie mit warmer Butter, egal ob mal mehr oder weniger Wachs im Pad war. Selbst bei optisch keinem Wachs im Pad kam noch genug auf dem Lack an. Ein sofortiger Abtrag pro Teilstück ohne Ablüftzeit wird empfohlen. Habe beides probiert: sofort sowie nach positivem Fingerwischtest nach ca. 6 Minuten, ging beides sehr geschmeidig.



      Man liest, Glanz komme von der Vorarbeit. Konnte in der Tat durch das Wachs kein nennenswertes Plus an Glanz und Glätte mehr feststellen, aber dieser butterweiche, hauchdünne Auftrag sowie kraftfreier Abtrag, gepaart mit dem feinen Wachsmalstift-Flavour, machte einfach Spaß! Beading-Sheeting haben wir im Anschluss natürlich auch getestet (auch wenn das Wachs vielleicht noch einige Stunden hätte durchlüften müssen?), es war in Ordnung, moderat-schön. Hat einen nicht vom Hocker gehauen, aber auch nicht enttäuscht.

      Für die Reaktionen des Kumpels und seiner Freundin („Krasser Unterschied“, „Glänzt wie nie zuvor“) sowie eine Essenseinladung hat sich die Aktion gelohnt und ich habe zudem meine Sommer2020-Kombi für mein eigenes Gefährt gefunden. Und vielleicht findet der ein oder andere, der R222 noch nicht kennt, diesen Beitrag ja nützlich.

      Durchgeführt wurden die Arbeiten übrigens im Schatten bei sonnigem Wetter, bei ca. 45 %rel. und 11 °C. Anbei noch der Versuch eines Finish-Pics sowie eine "Füllstandsanzeige" der beiden verwendeten Produkte:



      Die Kratzer und Beulen im Lack schmerzen natürlich nach wie vor, aber ich finde Farbauffrischung und Glanz durchaus gelungen. Wie man sieht, sind beide Produkte nicht merklich leerer geworden. Werde beim nächsten mal den Paintwork Cleanser einen Tick großzügiger verwenden, beim Concours aber sparsamer sein.


      Viele Grüße,
      Kuba
      Lieber Colli auf dem Dach als Chihuahua in der Handtasche.