Konservierung von Coatings / Keramikversiegelungen

  • Hier eine kleine Anleitung wie man Glass Coatings lagerfähig macht.
    Wie lange die Produkte voll einsatzfähig bleiben, varriiert vermutlich von Produkt zu Produkt.

    Die Hersteller geben folgende Infos, wie lange die Coatings verwendbar bleiben, nachdem die Flasche geöffnet wurde:

    Carpro zu UK:"Hi, about 6 months, closed tight and keep in cool dry place"

    Servfaces zu Ultima:"Bis zu 24 Monate"

    Nanolex zu Si3d:"2-3 Monate"


    Man nehme:

    - Vakuumierer (vorzugsweise Caso. Den Billigkram könnt ihr größtenteils vergessen)
    - Schutzhandschuhe
    - Unterlage (Backpapier o.ä.)
    - Schraubendreher
    - Braunglasflaschen aus der Apotheke (zb. mit Tropfeinsatz - schnelltropfend). Kosten: ca.50ct.
    - Klopapier o.ä
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    Man entferne mit einem Schlitzschraubendreher den Tropfeinsatz
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    ...und giese anschließend in kleinere Flasche rüber.
    Mein Plan ist folgender:
    Ich teile eine 30ml in 3 10ml, oder eine 50ml in 5 10ml Flaschen auf.
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    das rübergießen gestaltet sich völlig problemlos. irgenwelche Spritzen-aufzieh-Spielchen sind überflüssig.

    Tropfeinsatz und Deckel drauf.
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    Letzter Schritt: vakuumieren
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    Fertig :)
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    Und noch eine Runde mit dem Si3D :D
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    Ich bevorzuge 10ml Flaschen, da ich pro Auto (für gewöhnlich) ca. 10ml Verbrauche.

    Gelagert sollte das ganze jetzt kühl, trocken und dunkel werden.

    Edit:

    Um die Luft aus der Flasche zu verdrängen kann man folgendes verwenden:

    -1Liter Argon Gasflasche
    - Druckminderer
    - 6mm Pneumatikschlauch von Festo

    Kaufen kann man die Sachen zB. hier:

    https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mp…%2F111279596191

    Der Druckminderer wird einfach auf die Flasche geschraubt, und der 6mm Schlauch mittels Isolierband, oder Schrumpfschlauch mit dem dickeren Schlauch des Druckminderers verbunden.
    Schon kann man loslegen.

    Es reicht den Regler bis auf 0,1 - 0,2 aufzudrehen. Anschließend wird das Schlauchende für wenige Sekunden in die Flasche gehalten.
    Zudrehen. Vakuumieren. Fertig.

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    4 Mal editiert, zuletzt von Bow_Wazoo (28. Februar 2018 um 15:49)

  • Na, ich weiß nicht.
    Mit dieser Idee kann ich mich nicht anfreunden...

    Die beschreiebe Methode ist mit Uk und Crystal Serum erprobt und funktioniert.
    Momentan werden Ultima und Si3d getestet.

  • Ich hätte die buddel zum Vakuumieren nicht ganz zugedreht, dann Vakuum ziehen und dann die Pulle in der Tüte zudrehen.
    So ist auch sichergestellt das du möglichst wenig Luft in der Flasche hast.

    Das ist übrigens ein gaanz schlechte Idee.
    Habs ungewollt mit Sekundenkleber erlebt. Dieser wurde dann aus der Flasche gezogen..Totale Sauereri... :thumbdown:

  • So ... ich habe die Idee mal aufgegriffen. Bin gespannt, wie lange es hält. :)

    Die Bilder aus dem alten Beitrag sind wohl leider dem Datenschutz zum Opfer gefallen. Nicht sicher bin ich mir, ob das Argon-Gas nach dem Befüllen per Schlauch und sofortigem Schließen des Deckels auch tatsächlich in der Flasche geblieben ist. Es ist zwar schwerer als Luft, aber eine sauberere Methode zum Befüllen wäre schon nicht schlecht. Mir fällt allerdings auch keine andere ein. ;)

  • Schaden kann das Video hier nicht.

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  • Hab ne 1 Jahr alte geöffnete Pulle Gyeon Rims im Keller. Die ist nicht vakuumiert und sieht trotzdem noch aus wie immer. Ist definitiv nicht kristallisierte oder sonst was. Ist das bei Coatings echt so ein Problem? ?( Älter als 2-3 Monate ist bei mir sonst sowieso nie eins geworden ...

  • Das ist abhängig vom Coating.

    Wenn man zb. ein ISM 2.0 über Monate, mit relativ viel Luft in der Flasche lagert, gibt's garantiert Probleme bei der Verarbeitung.

    Das Hauptproblem aber, sehe ich in einem undichten Schraubverschluss.
    Mag sein, das es selten vorkommt.
    Aber spätestens wenn ich mehrere hundert Euro für ein Enrei Coat ausgebe, will ich mich, so gut wie möglich, absichern...

  • Naja, je nachdem wie undicht der Verschluss ist, und wie hoch der Füllstand ist.

    Ich, für meinen Teil, kaufe bei eBay eine Großpackung 5ml Flaschen, und teile die Coatings so auf.

  • Hi
    an der Uni hatten wir anfangs als Notlösung immer die Müllbeutellösung favorisiert. J
    Das Suchwort ist glove back
    Beispiel:
    https://www.coleparmer.de/i/glove-bag-10…wE&gclsrc=aw.ds

    Das Foto dort ist gut. ich wollte es aber nicht per Popy/paste hier verwenden.
    https://pim-resources.coleparmer.com/item/xl/glove-…7-l-0440860.jpg

    Das geht aber auch mit einem transparenten Müllbeutel.
    Glasgefäße, Deckel, Trichter usw in den Beutel, Beutel zusammen drücken das möglichst viel Luft entweichen kann.
    Nun Schutzgas (beispielsweise Argon) einleiten, der Sack bläht sich leicht auf und die Luftöffnung vom Sack mit Wäscheklammern verschließen , oder im Bild ein Verschluß vom Zippbeutel Prinzip

    Im Sack befindet sich nun eine stark angereicherte Schutzgasumgebung. Am Gasregelventil kann man regulieren, das immer Argon nach strömt und an einer kleinen Öffnung entweicht.
    Durch den leichten Überdruck im Präparationssack wird verhindert, das "normale Luft eindringt. man kann nun beliebig lange in Schutzgasumgebung xx Gefäße umfüllen.

    Es geht aber auch mit einem Schanenhals Feuerzug für einem €, das ausströmende Gas drückt die Luft aus der Flasche, das Feuerzeuggas ist schwerer wie Luft und man sollte dann zügig die Flasche mit einem Schraubverschluß verschließen.

    oder was man ja auch schon häufiger gesehen hat, und die 1€ Lösung
    mit einer Spritze 10 - 20 ml, die Substanz ansaugen, anschließend die überschüssige Luft aus der Spritze drücken und mit einem Kombi Spritzenverschluß (0,10€) zusätzlich sichern.


    edit: egal, wie man es macht, aber macht es. Nichts machen und nur zu hoffen ist auch keine Lösung. ;)

    vlG Kalli

    Einmal editiert, zuletzt von bab (28. Dezember 2019 um 00:33)