Rotationspolierer "überflüssig" ?

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    • Das Video mit dem BMW zB war nun auch nicht sooo der Hit und beim Finish Schwenk mit der Kamera konnte man 1-2 Rids erkennen.

      Wenn du nur solche Videos zeigst und viel Reichweite hast, wird auch da irgendwann Geld fließen wie bei Ammo. Solche Sachen sind dann eben nicht so auffällig wie bei 83metoo mit super sonder special Rabattcode in Shop XY. Beim Ammo Video über die Restauration des Porsche wird anfangs nach dem Neulack auch rotativ gearbeitet.

      Mach dir da mal keine Sorgen, ich empfinde die Rota als überhaupt nicht überflüssig. Die Erfahrungen ob du sie brauchst oder nicht, machst du letztendlich eh selbst, wie jeder andere auch. mein Statement mag etwas altbürgerlich sein, aber spätestens wenn ne richtige Rotzkarre auf dem Hof steht und man zeigen will was geht, kannst du mit der Rupes zB Runden von hier bis nach Meppen-Süd ziehen und Kohlebürsten tauschen bis einer weint aber du wirst dann nicht zu dem Ergebnis kommen wie ein ordentlicher Ritt auf der Rota mit Fell. Von zeitlichen Aspekt eh nicht.

      Guck dir die Videos an und nehme mit was für dich wichtig ist. Alles andere sollte man argwöhnisch betrachten wie mein Bsp mit den auschließlich neuen Autos und kaum bis keine Vorher und 50/50 Bilder/Aufnahmen.

      Frei nach dem Motto "haben ist besser wie brauchen" kann es nie verkehrt sein, eine Rota im Regal zu haben. Zur not was günstiges für "mal fix eine Stelle". Es muss ja keine Flex oder Rupes sein.
      Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.
      »Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln« :D
    • Hatte eben auch den Larry von AMMO im Kopf als ich geschrieben habe.
      Genau das meinte ich ja. Er zeigt das was man sehen soll und arbeitet in den Videos ausschließlich mit Rupes Maschinen. ;)
      Auf der anderen Seite muss man auch klar sagen - die Autos die er so macht sehen nicht aus als müsste man da mit der Rota dran.
      Ist zwar kein YTber aber auf den FB Pics sieht man bei Paul Dalton schon recht häufig ne Rota.
      Ich habe viel Geld für Alkohol, Weiber und schnell Autos ausgegeben. Den Rest hab’ ich einfach verprasst.
      George Best
    • Also ich kann immer wieder sagen: meine Rota will ich nicht missen!

      Ich habe für die Teller in 25mm, 50mm, 75mm, 125mm und 150mm (den großen benutze ich aber nicht) damit schaffe ich außen so gut wie alles (Verlängerungen sind ja für unmöglichere Stellen da, sonst kommt die Proxxon zum Einsatz)), Finish geht aber eben ist mit der Exzenter "einfacher".

      Wie schon mal oben geschrieben ich kann jede Kante präzise mit der Rota anfahren, und das geht nur mit Rota ... außerdem habe ich mehrere Jahre nur mit Rota poliert bevor eine Exzenter hinzukam :)
    • Ich gebe zu nicht alles gelesen zu haben. Die Aussage, dass das gewünscht Ergebnis meist mit der Exzenter auf Schaumstoffpad in einem Durchgang erzielt wird lässt wilde Spekulationen zu.

      Klar schafft man das. Aber wann? Sicher nicht bei einem Gebrauchtwagen der auf top Zustand gebracht werden soll. Auch nicht auf einem Jahreswagen mit hartem Lack der eine 90% Defektkorrektur wünscht. Natrlich könnte man jetzt einen Durchgang mit 10 Kreuzstrichen auch als einen Durchgang bezeichnen. Effektiver als ein 2-Step mit Rota ist das in meinen Augen dennoch nicht.
    • Ist doch ganz einfach, wenn ich nur an Porsche megaweich und Ferrari F40 rum poliere, dann brauche ich auch keine Rota. Da hätte ich auch Düse um jedes mü.
      Ich hab Larry noch nicht mit einen 200tkm Verteterbomber gesehen. Am Hof noch 3 davon stehen und keiner will Kohle ausgeben und dann will ich mal das Kevin Brown Gedöns mit der Rupes sehen.
      Das interessante ist, je teurer die Autos werden, desto mehr bekommst du gezahlt um wenig vom Lack abzutragen. Das ist nicht das selbe was ich hier mache. Ich hätte aber auch gern Kunden dir mir ein paar hundert Euro geben um 3 Waschkratzer vom Lack zu küssen. :thumbup:
    • Theoretisch ließe sich die These genauso gut umdrehen in “Exzenter überflüssig“. Ich wüßte nämlich nicht, wann ich in den letzten zehn Jahren einen Exzenter gebraucht hätte. Den einzigen Vorteil des Exzenters sehe ich in der anfängerfreundlichen Anwendung, die Schäden durch Anwendungsfehler eher verzeiht. Ansonsten sehe ich da für mich nur Nachteile:

      • Deutlicher Zeitverlust im Arbeitsprozess
      • Eingeschränkter Arbeitsbereich durch die Bauform, dadurch detailärmeres Arbeiten
      • Erhöhter Padverschleiß
      • Finish das zur Haze-Anfälligkeit neigt
      • Ermüderendes Arbeiten durch übermäßiges Stabilisieren
      • Für berufsmäßige Anwender wichtig: begünstigt das Raynaud-Syndrom
      Diese Punkte mag der ein oder andere weniger drastisch wahrnehmen. Für mich sind und waren sie entscheidend für den Wechsel, was natürlich keine Über-Nacht-Erkenntnis war, sondern ein stetiger Lernprozess.
    • die ganze Diskussion finde ich etwas zu extrem

      natürlich gehts mit einer Rotationspoliermaschine etwas besser und auch etwas schneller und natürlich hat aber auch der Exzenter Vorteile in der Handhabung und in 95% der Fälle (bei den gängingen Lackierungen) auch beim Finish

      grob nachgedacht poliere ich seit ca. 15 Jahren, damals gab es nur Rotationspoliermaschinen (ein wenig wurden die Rotex verwendet, später die Porter Cable und Meguiars, die ganz günstigen Exzenter nochmals danach, die Rupes waren wieder danach ein Meilenstein). Die Entwicklung kam nicht ohne Grund, mit einem Exzenter poliert man mittlerweile sehr effektiv und relativ gefahrlos.

      Es kommt einfach auf die Anwendung an, bei den 100% Aufbereitungen gehts ohne Rotationspoliermaschine nicht, da steht die Defektbeseitigung ja im Vordergrund. Wenns um den Kompromiss geht, in einer kurzen Zeit ein möglichst schönen Ergebnis zu erzielen, dann ist der Großhubexzenter meiner Meinung nach das Mittel der Wahl.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von benno ()

    • Der Schwede schrieb:

      Theoretisch ließe sich die These genauso gut umdrehen in “Exzenter überflüssig“. Ich wüßte nämlich nicht, wann ich in den letzten zehn Jahren einen Exzenter gebraucht hätte. Den einzigen Vorteil des Exzenters sehe ich in der anfängerfreundlichen Anwendung, die Schäden durch Anwendungsfehler eher verzeiht. Ansonsten sehe ich da für mich nur Nachteile:

      • Deutlicher Zeitverlust im Arbeitsprozess
      • Eingeschränkter Arbeitsbereich durch die Bauform, dadurch detailärmeres Arbeiten
      • Erhöhter Padverschleiß
      • Finish das zur Haze-Anfälligkeit neigt
      • Ermüderendes Arbeiten durch übermäßiges Stabilisieren
      • Für berufsmäßige Anwender wichtig: begünstigt das Raynaud-Syndrom
      Diese Punkte mag der ein oder andere weniger drastisch wahrnehmen. Für mich sind und waren sie entscheidend für den Wechsel, was natürlich keine Über-Nacht-Erkenntnis war, sondern ein stetiger Lernprozess.
      Und Du kannst es, mit der Rota hologrammfrei das Finish zu polieren?
    • doni11 schrieb:

      Und Du kannst es, mit der Rota hologrammfrei das Finish zu polieren?
      ich würde so weit gehen und behaupten das ich es auch kann. Hab früher nur mit Rota gearbeiter und damit angefangen zu lernen.
      Das maximale Volumen subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität des Produzenten.
      »Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln« :D
    • Also ich habe für mich bei den letzten Aufbereitungen immer mal wieder beim Cut meine Rupes 21er mit deren Polituren und Pads gegen Rota mit diveresen Pads/Wolle und Polituren verglichen. Es gab Lacke (und gar nicht mal weiche!), da hat die Rupes etwas mehr gerissen, es gab welche, da war es vielleicht etwas weniger. Im Schnitt war das für mich gleich auf.
      Nachteilig fand ich bei der Rota die mehr oder weniger starken Hologramme, die eine Beurteilung schon schwerer machen. Das Führen einer Rota finde ich auch anstrengender. Die Rupes läuft ja nun komplett vibrationsarm und braucht nur ohne Kraft geführt werden.
      Haze gibts ja mit der Rupes auch nicht.
      Allerdings benutze ich halt wie gesagt das Rupes System komplett und ich benutze es auch so, wie es sich der Hersteller gedacht hat, was Pad Priming, Produktmenge, Druck usw. angeht.
      Viele benutzen die Rupes Sachen "irgendwie" und auch Ammo NYC macht dort schon manchmal merkwürdigen Heckmeck. Dann kann es halt schon sein, dass auch die Ergebnisse nicht passen.
    • Patrick2238 schrieb:

      Ich verstehe das Problem auch nicht...

      Hab schon genug Autos mit der Rota ins Finish gebracht- ohne Hologramme!

      Durfte von Josef die Flex excenter probieren. Beide Maschinen haben eine Daseinsberechtigung.
      Ich denke, wenn man es mal zusammenfasst, damit hast du definitiv recht. Ich habe bislang immer nur mit Exzentern gearbeitet, werde mir jetzt allerdings zum testen eine Rota besorgen, wenn auch nicht gleich die 3xx € Flex...das würde sich für mich nicht lohnen.
      Die XFE kommt aber spätestens im Frühjahr in mein Sammelsurium ;)
    • Karl Heinz Schwanzen schrieb:

      White Details macht oft richtig ranzige Sachen:

      Übler RS4:

      Und übler Porsche:

      Er zeigt ehrlich den Lackzustand und zeigt auch gerne dass bei solchen Geschichten nicht alles raus geht.

      Ammo erklärt mehr, zeigt die Arbeit aber nicht derart detailliert.
      Habt ihr das raushören können, oder rausfinden können, welche Wolle er auf dem Excenter nutzt?
      Die Ergebnisse sprechen für ihn, nur wenn ich die Drehzahl dazu anschaue, das noch auf einem Excenter mit der Heavy Cut von Menzerna, da bekommt er die doch normalerweise nicht mal durchpoliert.
      Vielleicht wisst ihr was